New Release

  Tribute to my Favorites

 

 

Upcoming concerts

    March

  • 28 - Kaiserslautern SWR Studio Barrelhouse Jazzband feat. Denise Gordon
  • 30 - Neu Isenburg Hugenottenhalle Barrelhouse Jazzband feat. Denise Gordon
  • April

  • 14 - Frankfurt/M Jazzkeller Christof Sänger Trio feat. Wesley G
  • 15 - Frankfurt/M Jazzkeller Christof Sänger Quartet

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Tribute to my Favorites

Wenn einem Pianisten die Möglichkeit geboten wird, auf dem großen Bösendorfer-Flügel Im legendären alten MPD-Studio zu spielen, dann greift er zu; das hat auch Christof Sänger so gehalten. Der hessische Pianist hat sich in seinem Soloprogramm für die ganz großen Klassiker der Jazz-Geschichte wie „Take The A Train“, „Autumn Leavis“  oder „All The Things You Are“ entschieden und weicht nur einmal von diesem Rezept ab, wenn er das berühmte „Loverman“ mit Bachs „Französischer Suite“ kombiniert. Sein Ton ist einladend-opulent, er kann aber auch mit raffinierter Leichtigkeit um „Over The Rainbow“ herumschleichen. Traditionelle Spielweisen verschmilzt Sänger ganz selbstverständlich mit einer modernen Haltung. Dass sich hinter den „Favorites“ nicht nur diese Songs, sondern auch pianistische Vorbilder Oscar Peterson oder George Shearing verbergen, lässt Sänger immer wieder anklingen. Und holt damit eine große Jazztradition ganz nebenbei ins 21. Jahrhundert

Jazzthing Februar/März 2017

willow weep for me

"Diese Musik fängt einen mit dem ersten Ton ein und lässt nicht mehr los. Perlende Läufe, Anschlagskultur, Klavierkunst auf dem höchsten Niveau. Christof Sänger spielt Jazz-Evergreens oder, besser gesagt, Pop-Hits der ersten Jahrhunderthälfte von George Gershwin, Richard Rodgers, Ray Noble und all den anderen, die so aus- führlich von Jazzmusikern adaptiert wurden, dass man sie fast schon im Original für den Jazz reklamiert – also etwa „Nice Work If You Can Get It“, „Tea For Two“ oder „My Funny Valentine“. Er spielt sie mit untrüglichem Sinn für motorisch-sinnliche Unterhaltung in den reichhaltigen harmonischen Verschrägungen und hyper-virtuosen Verzierungsketten. Die „Geburt“ der Themen aus zunächst amorph erscheinendem Präludiermaterial, die konzentrierten Entwicklungs- und Paraphrasenphantasien, die Ver- bindung von Stride-Piano-Techniken der zwanziger Jahre und spätromantischer Harmonik, die Auflösung einer fast etüdenhaften Besessenheit in warmen Schönklang, die fließende Vereini- gung vom Charakter eines Nachtclub- Entertainments nach Art von Fats Waller mit der konzertanten Geste der großen E-Klassiker – nein, so spielt heute sonst niemand anderes Klavier. Zwei Stücke von Chopin sind übrigens auch dabei. Die Themen werden nah am Original angespielt und dann intelligent „normal“ als Improvisationsgrundlage verwendet. Die CD mit ihren siebzehn Stücken heißt „Willow Weep For Me“."

Ulrich Olshausen (F.A.Z., 07. Februar 2014)

Nominiert für den "Preis der Deutschen Schallplattenkritik"

Bestenliste 2014/2